Von der Idee zum Online-Baumkataster

Die Idee der Online – Baumkataster ist so neu, wie Smartphones entsprechende Leistungsfähigkeiten erreicht haben. Die wichtigste Aufgabe eines Baumkatasters (Baumserver, Baumapplikation oder einfach als Broschüre) ist es, die Ergebnisse der Baumkontrollen rechtssicher zu dokumentieren. Ein wichtiger Punkt der Rechtssicherheit ist eine unverwechselbare Baumidentifizierung. Dieses über Nummern, sogenannte Arbotags zu gewährleisten ist die einfachste Idee und als zusätzliche Identifikation nach wie vor gebräuchlich. Noch sicherer ist jedoch die Zuordnung über den genauen GPS-Standort. Der Entwickler wird sich bei dieser Fragestellung zunächst nach brauchbaren Plattformen umsehen und feststellen, dass ein GIS – Programm ideal als "Baumserver" genutzt werden kann. Leider liegt die Hürde dann in der Inkompatibilität mit sämtlichen Smartphones. Für ein funktionierendes Baumkataster wird dann ein zusätzliches mobiles Gerät (Handheld) benötigt. Die Bedienung, insbesondere die Synchronisation ist dabei umständlich.

treeSPOT geht hier einen anderen Weg:
Die Entwickler sind nicht im Büro und der Verwaltung angefangen, sondern beim Baumkontrolleur. Hier wurde zunächst analysiert, welche Abläufe sich in einer idealen Regelkontrolle stets wiederholen. Die Reihenfolge der Parameter einer Baumkontrolle ist dabei entscheidend. So wird zunächst der Baum aufgefunden, der kontrolliert werden muss. Dann startet die Regelkontrolle und der Baumkontrolleur ermittelt Grunddaten des Baumes. Baumdurchmesser, Kronendurchmesser und die Baumhöhe.

Spätestens bei der Baumhöhe stockt nun jeder erfahrene Kontrolleur. Die halbwegs brauchbare Baumhöhenmessung ist viel zu aufwendig, um diese jedes Mal zu erfassen – aber nicht unwichtig! Die Baumapplikation hat ein Tool zur verlässlichen Baumhöhenmessung eingebaut. Auch wenn sich die Entwickler über eine Bachelorarbeit freuen durften, die einen Messfehler von weniger als einem Meter beschrieb, wird die Genauigkeit mit +/- 1 m angegeben. Ein Wert der für eine Regelkontrolle ausreicht. Der Fehler ist vor allem in der Tatsache zu suchen, dass es schwierig ist den Baumwipfel und den lotrecht darunter liegenden Punkt abzuschätzen.

Ebenso lässt sich der Durchmesser cm-genau erfassen. Bei der Ermittlung der Baumdaten wird automatisch der Mess-Abstand zur Referenzlatte angezeigt. Steht die Latte vor dem Baumstamm, ist dies der Radius der Krone. Den Durchmesser kann der Baumkontrolleur einfach angeben.
Mitnehmen muss der Baumkontrolleur lediglich eine Referenzlatte oder Zollstock (Keine sperrige Kluppe oder teure Baumhöhen – Messgeräte).

Sind die Dimensionen des Baumes erfasst, will der Kontrolleur etwas zum Gesamteindruck und der Vitalität sagen. Ein erfahrener Kontrolleur stellt dieses vorher fest, damit er nicht durch möglicherweise viele Defekte oder Pathogene verleitet wird, die Vitalität "schlechtzusehen".
Erst dann werden die einzelnen Parameter der Regelkontrolle nach FLL-Baumkontrollrichtlinie abgearbeitet. Anders als bei vergleichbaren Baumapplikationen hat der Baumkontrolleur nun aber nicht nur die Möglichkeit zu qualifizieren, sondern auch zu quantifizieren. Er hält also in der Baumkontrolle nicht nur fest "Totholz - Ja/Nein", sondern kann mit mehreren Tastendrücken auch die Stärke (nicht relevant bis massiv) bestimmen. Dies wird auch farblich unterstützt.
In allen Bereichen der Regelkontrolle kann der Baumkontrolleur unter "Pathogene" einen Freitext abspeichern.

Neu ist der Bereich Baumumfeld, in dem sehr detailliert die temporäre Baumumfeldsituation festgehalten werden kann. So kann in der Baumkontrolle eine Baustelle festgestellt werden, die im Idealfall DIN-Konformen Baumschutz betreibt.

Nachdem der Baumkontrolleur Maßnahmen festgelegt hat und die Baumkontrolle fertig ist, verlangt das Baumkataster eine Aussage zur Stand- und Bruchsicherheit. Ebenso muss der Kontrollintervall bei der ersten Regelkontrolle festgelegt werden. Speichert der Baumkontrolleur diese Regelkontrolle ab, sieht er wieder die Gesamtoberfläche des Online-Baumkatasters. Zu jedem Zeitpunkt in der Kontrolle und nach einer Kontrolle kann ein Foto geschossen werden und dieser Regelkontrolle zugeordnet werden.

Mit dieser Vorgehensweise ist sichergestellt, dass der Baumkontrolleur diese Baumapplikation nicht als störende Dokumentationspflicht wahrnimmt, sondern als zuverlässige, rechtssichere und intuitiv bedienbare Hilfe zur Regelkontrolle nutzt.

Neben der Kontrolle können in der App direkt Kunden, Objekte, Abrechnungsbereiche und Grünflächen im Baumkataster verwaltet werden. Diese administrativen Arbeiten können vor Ort mit einem Android-Handy durchgeführt werden.

Zusätzlich können diese Arbeiten aber auch komfortabel am Rechner im Büro per Webclient erledigt werden. So erhält man einen detaillierten Einblick in die Kontrollen. mehr lesen

Online-Baumkataster servergestützt

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